Aus! Aus! Aus! Das Spiel ist aus…

… Deutschland ist Weltmeister und hat Italien hinter sich gelassen.  Was? Das waren die Ungarn …nein … ich rede doch nicht von der Fußball-WM 1954.

Langsam, aber sicher, schwingen sich die deutschen Parlamentarier zu Höchstleistungen auf, die sonst nur aus den Parlamenten von Bananenrepubliken oder eben den italienischen Volksvertretern bekannt, berühmt und berüchtigt sind.

Die denkwürdigen Beispiele des deutschen Parlamentarismus finden sich mittlerweile auch auf youtube, obgleich Handgreiflichkeiten am 23.02.2011 noch nicht zu verzeichnen waren. Aber ehrlich: bei Jürgen Trittin dürfte nicht mehr viel gefehlt haben.

Trittin:

 

Lauterbach :

 

Oppermann:

 

Und überhaupt: die nächste Fußball WM ist noch einige Zeit hin und so fehlt es wohl an Identifikationsfiguren für Nationalpatriotismus und das gemeine Fanwesen. Gäbe es da nicht ein Testemonial, das diese Lücke nur all zu gut zu füllen vermag und mit dem man nun auch bitte mitfühlen soll.

BamS vom 27.02.2011 - Seite 4
Spannung, Spiel und ….

Bleibt  dem Volksmedium RTL nur die „Deutschland sucht den Superstar“ – Reihe, um Quote zu machen steht der Bundespolitik nun zu Guttenberg zur Verfügung. Der Mann ist spitze … glaubt man der Springerpresse. Sogar seine Frau Stephanie ist eine der tapfersten überhaupt, so vermeldet Martin S. Lambeck in „Die Woche in Berlin  auf  Seite 4 der Bild am Sonntag. Cleverer schwenk zur Ehefrau, wenn der Herr im Haus gerade nicht für Lob taugt:

 

„Sie ist hart und hoch diszipliniert. Einst erlebte ich, wie sie kurz nach einem medizinischen Eingriff zu einem offiziellen Termin erschien, obwohl ein Pflaster nur mühsam die Stelle überdeckte, wo eben noch diese Kanüle saß.“

Noch ergriffen von diesen Worten ringe ich um Fassung und  versuche  mir auszumalen, welch schwerer – ambulant durchgeführter – Eingriff  es nicht vermag, diese Frau von der Wahrnehmung eines offiziellen Termins  abzuhalten. Tapferkeit im Angesicht der Grabenkämpfe von Presse – und Öffentlichkeitsarbeit, die ja wohl nicht ohne sind.

BamS, 27.02.2011
“Gute Zeiten Schlechte Zeiten” -Stil …

Schon fast einen Orden wert – wer auch immer ihn, stiften,  verleihen oder abholen wird.

Bedenklicher aber noch, als die Inszenierung der zu Guttenbergs in der Springer-Presse ist für mich das Verhalten der Opposition in dieser Angelegenheit.

Allein die Aufforderung an Bundeskanzlerin Merkel, Minister Guttenberg des Amtes zu entheben amüsiert mich grandios. Sie kommt einem Eingeständnis gleich, dass wohl auf dem Rechtsweg keine Möglichkeiten existieren, Karl Theodor zu Guttenberg aufgrund einer Verfehlung aus dem Amt zu jagen.

Wert.de

Aber warum auch den Rechtsweg beschreiten, den Entscheidungsprozess der Uni Bayreuth hinterfragen oder darauf setzen, dass einige der Plagiatsgeschädigten eine zivilrechtliche Klage einreichen? Lieber medien- und öffentlichkeitswirksam den Ball der Kanzlerin zuspielen und im Anschluss gegen ihre absehbare Untätigkeit wettern.

Vor den Kameras tummeln sich unterdessen nur die Experten von SPD, Grünen und Linken, die sich mit der Doktorarbeit befassen. Ich vermisse er mehr die Mitglieder des Verteidigungsausschusses, die kompetent erläutern könnten, warum die bevorstehende Bundeswehrreform nicht auf Grundlage von zu Guttenbergs Vorschlägen, die als „rudimentär“ und „unausgewogenen“ bezeichnet werden stattfinden kann. Noch vor einigen Wochen war ja „vieles in den Vorschlägen“ vernünftig – nur um die Hinweise, wie es zu finanzieren sei, drücken sich Kanzlerin und Minister gleichermaßen.

Fällt am Ende nun auf, dass eine Armee, die personell schrumpft, schon vorher mit der Gestellung der Einsatzkontingente aus- bis überlastet gewesen ist nicht einfach reduziert werden kann – und am Ende läuft dann alles besser, als vorher?

„Eine Quadratur des Kreises, die nicht gelingen konnte.“ – ob dies am Ende auch über die Bundeswehrreform zu sagen ist?

 

Und da waren noch…

… 133 Menschen, die sicherlich die Erfahrung ihres Lebens überhaupt zu verzeichnen hatten, als sie nun mit der TransAll aus Libyen gerettet wurden. *Lol*….raus aus der Lebensgefahr und rein in die 40 Jahre alte Trans All-Maschine – eine Baureihe, die irgendwann mal durch den Airbus A400M ersetzt werden soll … 2011…nein …2014… oder vielleicht …

Dieser Beitrag wurde unter Bundespolitik abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Responses to Aus! Aus! Aus! Das Spiel ist aus…

  1. Pingback: Daniel Lücking

  2. Pingback: Daniel Lücking

  3. Pingback: Daniel Lücking

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>