LinkedIn Marketing bedeutet, das berufliche Netzwerk LinkedIn gezielt für Sichtbarkeit, Vertrauen und Geschäftskontakte zu nutzen: über eine gepflegte Unternehmensseite, über die Profile von Geschäftsführung und Mitarbeitenden und über LinkedIn Ads. Für B2B-Unternehmen ist LinkedIn oft die wichtigste Social-Media-Plattform, weil sich hier Entscheiderinnen und Entscheider in ihrer beruflichen Rolle informieren.
Die drei Säulen auf LinkedIn
1. Die Unternehmensseite
Die Unternehmensseite ist die offizielle Präsenz Ihrer Firma. Sie sollte vollständig ausgefüllt sein: Logo, Titelbild, prägnante Beschreibung, Website, Branche, Standort und ein Hinweis auf das Impressum. Über die Seite laufen Stellenanzeigen, Veranstaltungen, Newsletter und Werbeanzeigen.
2. Persönliche Profile
Menschen folgen Menschen. Beiträge von Geschäftsführung, Fachleuten oder Vertrieb erreichen oft mehr Interaktion als Beiträge der Unternehmensseite. Wer intern „Corporate Influencer“ aufbaut, braucht klare, aber nicht zu enge Leitplanken: Welche Themen sind erwünscht, was ist vertraulich, wer hilft beim Schreiben?
3. LinkedIn Ads
Mit dem Kampagnen-Manager von LinkedIn lassen sich Anzeigen sehr genau nach beruflichen Merkmalen ausspielen, etwa nach Branche, Position, Unternehmensgröße oder Fähigkeiten. Die Klickpreise liegen meist über denen anderer Netzwerke, dafür ist die Zielgruppe präziser. Grundlagen zu Anzeigen auf allen Plattformen stehen im Beitrag zur Social-Media-Werbung.
Formate, die auf LinkedIn funktionieren
- Text-Posts mit klarer Meinung: Erfahrung, Einschätzung, Lernmoment. Der erste Satz entscheidet, ob jemand auf „mehr anzeigen“ klickt.
- Dokument-Posts (PDF-Karussells): Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Checklisten, Frameworks.
- Kurze Videos: Fachleute erklären ein Thema in eigenen Worten.
- Newsletter und Artikel: für ausführlichere Fachbeiträge mit eigener Abonnentenschaft.
- Umfragen: schnell beantwortet, aber nur sinnvoll, wenn das Ergebnis Sie wirklich interessiert.
LinkedIn-Strategie in fünf Schritten
- Ziel festlegen: Leads, Bewerbungen, Bekanntheit in einer Nische oder Vertrauen bei bestehenden Kunden?
- Zielgruppe definieren: Welche Positionen und Branchen wollen Sie erreichen? Hilfe bietet die Zielgruppenanalyse.
- Themen wählen: Drei bis fünf Felder, in denen Ihr Unternehmen echte Expertise hat.
- Absender bestimmen: Wer postet auf der Unternehmensseite, wer auf persönlichen Profilen?
- Rhythmus und Dialog: Lieber regelmäßig und mit echter Beteiligung an Diskussionen als selten und einseitig.
Typische Fehler
- Nur Pressemitteilungen und Stellenanzeigen posten.
- Links in jedem Beitrag, ohne Mehrwert im Post selbst.
- Kontaktanfragen mit sofortigem Verkaufsgespräch.
- Kommentare unbeantwortet lassen.
Erfolg auf LinkedIn messen
Neben Impressionen und Interaktionen zählen auf LinkedIn vor allem qualitative Signale: Wer kommentiert (Zielgruppe oder nicht)? Entstehen Gespräche, Anfragen, Bewerbungen? Welche Kennzahlen sich insgesamt eignen, erklärt der Beitrag zu Social-Media-KPIs.
Häufige Fragen
Ist LinkedIn nur für B2B-Unternehmen sinnvoll?
LinkedIn ist vor allem für B2B und für Employer Branding stark, weil sich dort Fach- und Führungskräfte beruflich austauschen. Für B2C-Angebote ist die Plattform meist nur dann interessant, wenn sich das Angebot an Berufstätige in ihrer beruflichen Rolle richtet.
Was bringt mehr: Unternehmensseite oder persönliche Profile?
Beides ergänzt sich. Persönliche Profile erreichen häufig mehr Menschen und wirken nahbarer, die Unternehmensseite bündelt Informationen, Stellenangebote und Anzeigen. Am stärksten ist die Kombination.
Braucht eine LinkedIn-Unternehmensseite ein Impressum?
Für geschäftsmäßig genutzte Seiten gilt in Deutschland die Impressumspflicht. Üblich ist ein klar bezeichneter Link zum Impressum der Website im Info-Bereich der Seite.